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Wegzug der Unternehmerfamilie

Die gestiegene Mobilität sowie attraktive (steuerliche) Angebote vieler ausländischer Staaten haben die Auswanderung von Unternehmerfamilien in den Fokus der steuerlichen Beratung gerückt. Viele ausländische Staaten (bspw. Italien, Griechenland, Spanien, Malta) bieten Zuwanderern die Möglichkeit, auf Antrag steuerliche Privilegien in Anspruch zu nehmen: Pauschalbesteuerung, Steuerfreiheit ausländischer Einkünfte, Steuersatzvorteile oder steuerliche Investitionsförderung sind nur einige Beispiele. Auf der anderen Seite hat der Gesetzgeber die Regelungen zur Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG in den vergangenen Jahren erheblich verschärft und erweitert.

Die Wegzugsberatung darf den Blickwinkel allerdings nicht auf § 6 AStG beschränken. Es bedarf eines ganzheitlichen Ansatzes:

- Welche steuerlichen Privilegien bietet das Ausland und wie wirken sie mit nationalem Recht und Abkommensrecht zusammen?
- Droht eine Wegzugsbesteuerung und wie kann sie vermieden werden?
- Welche steuerlichen Pflichten treffen Auswanderer auch nach dem Wegzug aus Deutschland noch im Inland in Bezug auf die Einkommensteuer sowie in Bezug auf die Erbschaft- und Schenkungsteuer?
- Was gilt es bei der Entfaltung unternehmerischer Aktivitäten aus dem Ausland zu beachten?
- Welche Dokumentations- und Beweisvorsorgemaßnahmen sollten Auswanderer ergreifen?
 
Im Rahmen des Seminars werden diese und weitere Fragestellungen beantwortet.

Themenübersicht

Ausländische Sondersteuerregime und deren Folgen für die deutsche Besteuerung
- Ausgewählte Sondersteuerregime: Aufwandsbesteuerung - Pauschalbesteuerung - Non-dom-regime - Remittance Basis Besteuerung - Steuervorteile für Arbeitnehmer - Lex Beckham und Lex Mbappé
- Erweiterte beschränkte Steuerpflicht nach § 2 AStG
- Abkommensschutz – Begriff der Ansässigkeit nach Art. 4 OECD-MA
- Egalisierung ausländischer Vorteile durch Switch-Over zur Anrechnungsmethode im Inland
 
Entstrickungstatbestände und Vermeidungsstrategien
- Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG: Überblick zu den Entstrickungstatbeständen - Häufig betroffene Sachverhalte - Rechtsfolgen
- Entstrickungsbesteuerung nach §§ 4 Abs. 1 Satz 3, 16 Abs. 3a EstG: Entnahmefiktion bei Entstrickung einzelner Wirtschaftsgüter - Fiktion der Betriebsaufgabe - Ausgleichsposten nach § 4g EStG
- Strategien zur Vermeidung der Wegzugs- und Entstrickungsbesteuerung: Ansässigkeitsmanagement - Steuerung der Beteiligungshöhe und Möglichkeiten zur Anteilsübertragung unter Beibehalt von Vermögensrechten - Nutzung der Rückkehrerregelung - Nutzung des begrenzten Abkommensschutzes bei Sondersteuerregimen - Vermeidung von Privatvermögen und Entstrickungsschutz
 
Verlagerung des Orts der Geschäftsleitung und Begründung von Betriebstätten
- Mittelpunkt der geschäftlichen Oberleitung
- Geschäftsleitungsbetriebstätte
- Betriebstätte im Home-Office
- Schenkungsteuer
- Erweiterte unbeschränkte Steuerpflicht § 2 Abs. 1 S. 2 b) ErbStG
- Erweiterte beschränkte Steuerpflicht nach § 4 AStG
- Beschränkte Steuerpflicht nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG

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Einladung
Terminübersicht
MI.
29
APR.
09:00 Uhr - 13:00 Uhr
Live-Online-Seminar
Referent
Dr. Eugen Mehlhaf, Rechtsanwalt
Teilnehmergebühr
165,00 € (zzgl. 19% MwSt.) - Mitglied im StBV Sachsen & nichtberufsang. Mitarbeiter
247,50 € (zzgl. 19% MwSt.) - für Teilnehmer, die nicht Mitglied im StBV Sachsen sind
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Dr. Eugen Mehlhaf, Rechtsanwalt