Risikomanagement-Seminar 2019
Schwerpunktthema: Umfang und Grenzen der Rechtsdienstleistungsbefugnis des Steuerberaters

Die Regresswelle gegen Steuerberater wegen der Nichtbeachtung der neuen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts zur Statusfeststellung anlässlich der Lohnbuchhaltung hat erneut die Frage aufgeworfen, wo die Grenze zwischen der beruflichen Tätigkeit des Steuerberaters und einer unerlaubten Rechtsberatung verläuft. Bei der Beantwortung dieser Frage können sich durchaus erhebliche Unsicherheiten ergeben. Selbst die einschlägige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes hilft hier nicht immer weiter. Wann genau der Punkt erreicht ist, an dem der Steuerberater den Mandanten wegen rechtlicher Fragestellungen zur Vermeidung einer unerlaubten Rechtsberatung und damit einhergehender, unliebsamer Haftungsfolgen an einen Rechtsanwalt verweisen muss, lässt sich kaum allgemein bestimmen. Das Risikomanagementseminar 2019 befasst sich daher schwerpunktmäßig mit dem Umfang und den Grenzen der Rechtsdienstleistungsbefugnis des Steuerberaters.

Zudem wird in gewohnter Weise über die neueste Entwicklung im berufl ichen Haftungsrecht für Steuerberater anhand aktueller Praxisfälle berichtet sowie praktische Tipps zur Haftungsvermeidung gegeben. Zum Beispiel hatte das OLG Hamburg über einen Fall zu entscheiden, in dem der Steuerberater nur die elektronische Übersendung einer Kapitalertragssteueranmeldung schuldete. In diesem Zusammenhang versäumte er aber, die Mandantin darauf hinzuweisen, dass die Gewinnausschüttung steuerfrei aus dem Einlagenkonto erfolgen könne. In einem anderen Fall hat sich das OLG Köln erneut mit der Frage befasst, unter welchen Voraussetzungen der Steuerberater den Mandanten auf eine bevorstehende Änderung des Steuerrechts hinweisen muss.

Ziel des Seminars ist, den Teilnehmern das notwendige Rüstzeug an die Hand zu geben, um Fallstricke in der Beratungspraxis frühzeitig zu erkennen und auszuschalten. Denn fachliches Know-how und Sensibilität für aktuelle Problemstellungen können dazu beitragen, dass Haftungsfälle gar nicht erst entstehen.

Die Teilnahme an dem Qualitätssicherungsprogramm wird für Verbandsmitglieder, die bei der HDI Versicherung AG eine Vermögensschaden- Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, mit einem Prämiennachlass in Höhe von 10 Prozent* honoriert.

*Die Teilnahme an dem Qualitätssicherungsprogramm wird für Verbandsmitglieder, die bei der HDI Versicherung AG eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, mit einem Prämiennachlass honoriert.

Voraussetzungen für einen 10%igen Prämiennachlass in der VH-Versicherung

  • Teilnahme an diesem Risikomanagement-Seminar
  • Nachweis von Fortbildungsveranstaltungen durch den Steuerberaterverband (Umfang 40 Stunden einschl. Risikomanagement-Seminar) durch den Fortbildungspass

Anmerkung:
Bei Nachweis der Fortbildung erhält der Teilnehmer einen 10%igen Nachlass auf seinen persönlichen Nettojahresprämienanteil. Die Summe aller qualitätsbezogenen Nachlässe ist auf 3.000 Euro begrenzt.

Dozent

Rudolf Bödege
Schadenmanagement Berufshaftpflichtversicherung für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, HDI Versicherung AG, Köln

Termine und Veranstaltungsorte

27.11.2019, Mittwoch 09.00 - 13.00 Uhr
Businesspark Dresden, Bertolt-Brecht-Allee 24, 01309 Dresden

27.11.2019, Mittwoch 14.30 - 18.30 Uhr
Hotel Artes im Unger-Park, Leipziger Str. 214, 09114 Chemnitz

 

Teilnehmergebühr

130,00 €

(inkl. Arbeitsunterlage, Konferenzgetränke und Kaffeepause)

SIS Institut