8. „Kultur & Klima“ – Klimagespräch mit Vertretern der Finanzämter des „Dresdner Sprengel“ und mit Kollegen der Regionalgruppen Dresden und Ostsachsen am 28. Mai 2019

Die Veranstaltung „Kultur und Klima 2019“ fand am 28. Mai 2019 im asisi Panometer Dresden statt. An der diesjährigen Veranstaltung nahmen erneut insgesamt ca. 200 Vertreter der Finanzämter des „Dresdner Sprengel“ sowie Kolleginnen und Kollegen aus den Regionalgruppen Dresden und Ostsachsen teil.

Nach der Besichtigung des Panometers mit der Ausstellung „Dresden 1945“ erhielten wir einen kurzen Vortrag über die Entstehung des Bildes.

Die Begrüßung erfolgte durch den Vorsteher des Finanzamtes Dresden Süd, Herrn Göllner, und dem Regionalgruppenvorsitzenden der RG Dresden Herrn WP/StB Kraatz.

Prof. Fritz Lang von der Finanzhochschule Meißen referierte in seinem Vortrag über die „Besteuerung von Kryptowährungen“. Im Anschluss konnten wir den interessanten Ausführungen von Marco Podavka, den ehemaligen jungen Inhaber einer professionellen Influencer-/Blogger Agentur zum Thema „Influencer Marketing 2019 – Trend oder Pflicht für Unternehmen?“ folgen und für uns viel Neues in einer uns noch unbekannten Welt erfahren. Auch in den künftigen Veranstaltungen möchten wir die Themen rund um die IT weiterverfolgen.

Anschließend wurde in einer Podiumsdiskussion zu den Fragen der Berufskollegen durch Vertreter der Finanzverwaltung Stellung genommen. Die Fragen wurden in folgenden Themenkomlexen zusammengefasst:

  • Betriebsprüfung
  • Umsatzsteuer / Körperschaftsteuer / Pfändungen
  • Organisation / Einkommensteuer.

Als Hauptschwerpunkt kristallisierte sich dabei die Probleme im Zusammenhang mit der Belegvorhaltepflicht in den Kanzleien heraus. Leider mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Verfahrensweise durch die Finanzverwaltung nicht geändert werden kann. Wir hoffen aber, dass die Vertreter der Finanzverwaltung ihren Sachbearbeitern mit auf den Weg geben, dass die Beleganforderung zukünftig mit Augenmaß erfolgt. Die Arbeitsbelastung hat sich bei den Steuerberatern seit in Kraft treten des Gesetzes über die „Modernisierung des Besteuerungsverfahrens“ erheblich verstärkt und ist von den Kanzleien kaum zu bewältigen. Aber auch die Finanzverwaltung verzeichnet einen uneffektiven Bearbeitungsablauf, da es bei der Veranlagung durch die nicht vorhandenen Belege und erforderlichen Nachfragen zur verzögerten Abarbeitung kommt. Hoffen wir alle auf die vielen „Vogel-Projekte“ der Finanzverwaltung, wie „Nachdigall“ (Nachreichen digitaler Belege) und „Rabe“ (Referenzierung auf Belegen), die dann eine durchgängige digitale Bearbeitung auf beiden Seiten ermöglichen sollen.

Auch die Finanzverwaltung hatte Wünsche an die Berufskollegen. So bittet sie z.B., dass Einzelfristverlängerungen bei Umsatzsteuervoranmeldungen grundsätzlich schriftlich (oder in Textform über E-Mail) begründet eingereicht werden sollen. Die Vertreter der Finanzverwaltung weisen darauf hin, dass durch telefonische Fristverlängerungsanträge die laufende Bearbeitung der Erstattungsfälle verzögert wird.

Die Diskussion konnte bei den anschließendem Imbiss auch noch in persönlichen Gesprächen fortgesetzt werden. Wiederholt standen Vertreter der Finanzverwaltung an drei Meetingpoints zu den Themen „Betriebsprüfung“, „Steuern“ sowie IT und Organisation“ für individuelle Fragen zur Verfügung.

Damit „Kultur & Klima“ 2020 wieder eine erfolgreiche Veranstaltung werden kann, bitten erneut die Vorstände der Regionalgruppen ihre Mitglieder um Themenvorschläge. Fragen und Hinweise können jederzeit per Mail an info@stbverband-sachsen.de gesendet werden.

Dresden, 08. Juli 2019

gez. Reinhard Dylla
Steuerberater Dresden

gez. Ines Schumann
Steuerberaterin Dresden

gez. WP/StB Matthias Arndt
Regionalgruppenvorsitzender
Ostsachsen Dresden

gez. WP/StB Hans-Joachim Kraatz
Regionalgruppenvorsitzender
Dresden

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