November 2009 Die Zukunft des Berufsstandes - das aktuelle Thema des diesjährigen Verbandstages. |
Der Verbandstag 2009 findet am
Freitag, den 06.November 2009 um 10.00 Uhr im Hotel The Westin Leipzig Gerberstraße 15, 04105 Leipzig
statt.
Das Motto unseres diesjährigen Verbandstages lautet:
"Die Zukunft des Berufsstandes - Hilfsbeamte der Finanzverwaltung oder freiberufliche Berater? -"
"Das 8. Steuerberatungsgesetz ist in Kraft, was soll es schon Neues geben?", werden sich viele von Ihnen fragen. Die aktuelle Entwicklung, die gravierenden
Einfluss auf das Selbstverständnis des Berufsstandes in der Zukunft haben dürfte, kommt aber nicht aus dem Steuerberatungsgesetz, sondern aus einer mehr oder
weniger technischen Entwicklung der Finanzverwaltung.
Seit einigen Jahren strebt die Verwaltung an, die Gleichmäßigkeit der Besteuerung durch
massiven EDV-Einsatz sicherzustellen. Veranlagungen im Arbeitnehmerbereich werden praktisch nicht mehr von Hand erledigt, sondern über EDV-Programme mit einem
sehr engmaschigen Plausibilitätsnetz gesteuert. Dieses System soll immer weiter auch auf andere Steuerarten ausgedehnt werden. Die Einführung des Formulars EÜR
ist ein erster Schritt in diese Richtung. An der Verkennzifferung der Bilanz wird intensiv gearbeitet.
Auch der Koalitionsvertrag vom 26. Oktober
2009 gibt die Richtung vor: im Kapitel „Steuervereinfachung“ werden der papierlose Verkehr mit den FA sowie die vom FA vorausgefüllte Steuererklärung als
finanzpolitische Ziele für die 17. Legislaturperiode vorgegeben!
In diesem System der maschinellen Veranlagung stellt sich die Frage, welche Rolle
der steuerliche Berater hier künftig spielen wird. Schon in den vergangenen Jahren ist oftmals über sogenannte "Beraterdateien" in der Verwaltung spekuliert
worden, wobei bisher immer zugesichert wurde, dass es solche nicht geben würde. Ein Szenario dieser Entwicklung könnte die Einstufung der Berater in die
Kategorien "zuverlässig" und "unzuverlässig" sein, d.h. die Erklärungen des einen Steuerberaters werden "durchgewunken", die Erklärungen eines anderen Beraters
werden grundsätzlich auf das Genaueste überprüft. Sollte sich dieses bei der Mandantschaft herumsprechen, dürften Mandantenwanderungen die Folge sein. Eine
weitere Konsequenz des amtlichen EDV-Einsatzes kann die vorausgefüllte Steuererklärung sein. Wenn der Mandant mit den Vorgaben der Verwaltung einverstanden
ist, braucht er dann nur noch zu unterschreiben. Auch hier dürfte die Grundlage einer Wettbewerbsverzerrung zu sehen sein.
Mit diesen und anderen
Fragen wollen wir uns bei unserem Verbandstag 2009 auseinandersetzen. Die aktuelle Situation, die sich abzeichnenden Probleme, aber auch mögliche Lösungen
sollen von prominenten Fachleuten vorgestellt und mit Ihnen diskutiert werden.
Bei unserem diesjährigen Verbandstag geht es also nicht um
allgemeines Gerede, sondern auch um Ihre Zukunft!
Deswegen bitten wir Sie, sich den Termin 06.11.2009, 10.30 Uhr, unbedingt vorzumerken.Informieren
Sie sich und diskutieren Sie mit!
Die formelle Einladung zum Verbandstag ist Ihnen bereits zugegangen.
Onlineanmeldung zum Verbandstag
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